Der Begriff Zeit ist der mentale Hintergrund meines keramischen Schaffens. Für mich als Keramikerin ist Zeit allgegenwärtig: die Entstehung des Tons, die Verarbeitung, das Schaffen, das Trocknen und schlußendlich das Brennen benötigen Zeit. In diesem Sinne habe ich oft das Gefühl, keinen Platz im 21. Jahrhundert zu haben, in dem Produktion und Konsum Schnelligkeit verlangen.


Andererseits sind vielleicht Menschen wie ich glücklich zu schätzen, die durch ihre Arbeitsweise literarisch gesprochen Zeit in ihren Händen haben, und somit ein besseres Verstehen ihrer Umwelt erlangen können.


Der Versuch meine generelle Lebenseinstellung und Auffassung meiner Umgebung (Konsumgesellschaft und die damit verbundenen globalen Auswirkungen auf unsere Umwelt und Psyche) in die Keramik umzusetzen, führte zu den Zeit Skulpturen. Sie setzen sich primär von allem Gegebenen ab, fordern somit den Betrachter zum "Warum" und "Wieso" und stehen in ihrer Herstellung im direkten Gegensatz zu masseproduzierten Artikeln.




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